Katzen würden Mäuse kaufen

Katzen würden tatsächlich Mäuse kaufen, wenn sie es könnten. Eine Maus enthält genau die Menge an Fleisch, Proteinen, Eiweiß und anderen Stoffen, die besonders gut für sie sind. Katzenfutter mit “Maus”-Geschmack gibt es nicht. Daher müssen Katzenbesitzer selbst darauf achten ihr Haustier so artgerecht wie möglich zu ernähren.
BARF, wenn man es richtig macht, ist die beste Möglichkeit der artgerechten Ernährung. Bei dieser Methode wird rohes Fleisch (alles ausser Schwein!) um Zusätze wie Proteine, Calcium und Vitamine angereichert. Hier muss aber mit sehr großer Sorgfalt vorgegangen werden, da sowohl die Unter- als auch die Überversorgung mit den Zusätzen dem Tier großen Schaden zufügen können. Man kann hier auf BARF-Rechner im Internet zurückgreifen, um die Mengen exakt zu berechnen. Oftmals benötigen Katzen eine Umgewöhnungzeit, um von Dosenfutter auf Rohfleisch umzustellen. In der Umstellungsphase kann es beispielsweise zu Durchfall kommen.


Da die Rohfleischfütterung einiges an Zeit bei der Zubereitung und große Genauigkeit bei der Zusammenstellung benötigt, kann man alternativ auch gelegentlich barfen und die Zusatzstoffe über sogenannte “Fertigbarf-Mischungen” hinzufügen. Jedoch ist diese Methode nicht als Alleinfutter geeignet. Die Fertigmischungen können Mangelerscheinungen hervorrufen, da jedes Fleisch als Grundlage andere Voraussetzungen erfüllt, beispielsweise was den Fettgehalt angeht.
Wer seiner Kstze nur gelegentlich Fleisch (oder rohen Fisch) geben möchte, der kann die “20%-Faustregel” anwenden. Das heißt, wenn nur 20% des Futters durch Rohfleisch oder -fisch ersetzt wird, muss man nichts hinzumischen. Also grob gesagt: Ein Rohfleischtag pro Woche ist erlaubt und ungefährlich.
Abseits des BARF gibt es natürlich auch gutes Fertigfutter, das Katzen gut versorgt. Beim Kauf muss man daruf achten, dass der Fleischanteil im Futter möglichst hoch ist. Der Anteil sollte 60% oder mehr betragen (Achtung: “Fleischnebenerzeugnisse” sind Federn Krallen etc. und nicht Fleisch!). Ein geringer Teil Innereien darf auch enthalten sein (siehe Maus!). Außerdem sind die oben genannten Zusatzstoffe wichtig, hochwertige Öle sind ebenfalls erlaubt. Nach Möglichkeit sollte kein Getreide im Futter enthalten sein und wenn, dann nur sehr wenig. Auf gar keine Fall darf das Katzenfutter Zucker enthalten. Dieser führt bei Katzen im Laufe der Zeit zu Krankheiten.
Trockenfutter ist zwar sicherlich die bequemste Art, die Katze zu ernähren, doch es ist auch die denkbar schlechteste. Selbst das hochwertigste Trockenfutter enthält nicht genügend Fleisch und gleichzeitig zuviel Getreide. Auch das Argument, die Stubentiger könnten damit ihre Zähne reinigen zieht nicht, oder reinigen Menschen ihre Zähne mit Butterkeksen? Abgesehen davon nehmen Katzen die meiste benötigte Flüssigkeit über ihr Futter auf und Flüssigkeit ist in Trockenfutter nicht vorhanden. Bei Katzen führt das zu schweren Nierenerkrankungen.