Doch ehrlich, ich „liebe“ meine Katzen

Es war mitten in der Nacht, 4:03 Uhr, um genau zu sein. Woher ich das so genau weiß? Weil ich mit einem offenen und einem geschlossenen Auge auf die Uhr schaute, als Jeany und Lucy gerade anfingen, ihre Runde doof zu spielen. Oooh, wie „liebe“ ich doch diese nächtlichen Raufattacken meiner Diven! Ich reibe mir zwar intensiv die Müdigkeit aus den Augen (zumindest versuche ich es), bin auch nur minimal mies gelaunt und brummelig, aber ich „liebe“ sie. Und ich dachte, dass es ja auch gleich wieder vorbei sein wird!

Doch weit gefehlt. Gegen 4:30 Uhr fanden sie es immer noch lustig, fangen zu spielen. Richtig toll ist es, wenn sie mit vollem Einsatz übers Bett hechten. Da passiert das schon mal, dass man zum Klappmesser wird. Und da kommt so eine Dachschräge über dem Bett besonders gut *Beule rubbel*. Jeany und Lucy schienen gerade erst in Fahrt zu kommen, anstatt aufzuhören. Also dachte ich mir, dass ich immer noch das Frauchen bin und das Sagen habe. Außerdem kenne ich meine Maunzis und weiß, wie ich sie zur Ruhe kriege, wenn sie nicht freiwillig aufhören wollen! Ich schlurfte folglich im Halbschlaf an den Futterschrank und holte eine Tüte Nassfutter heraus. Die ultimative Waffe gegen äußerst aktive Katzen. Also, Tüte aufgerissen und halb die Soße in den Händen gehabt *oar nerv*, den

Rest dann wenigstens auf den Futterteller geschüttet. Nun hoffte ich, dass sie sich gleich noch eine Runde putzen, aber dann wenigstens in die gewohnte Fressnarkose fallen würden.

Voller Vorfreude, soweit das nach einer ungewollt beendeten Tiefschlafphase überhaupt geht, legte ich mich mit einem leichten, schadenfrohen Grinsen wieder ins Bett … … … … 4:40 Uhr – „uaaarrr“ *doing* „auaaa, tzzzzz“ *Kopf reib*. Ich schaute meine Katzen böse an, die das in der Dunkelheit ja auch sehen, dass ich sie wütend anglotze, und dachte mir: „Ich bin Eure Mami und ich liebe Euch, aber wenn Ihr nicht gleich Ruhe gebt …“ „Miaauuu – wir haben dich lieb Mami – Miauuuu“ ähm, ja, ach ist das süß. Ich hab Euch auch lieb. Und ich erwischte mich dabei, sie für diese entzückende Geste zu kraulen. Wollte ich eigentlich nicht gerade schimpfen? Egal, sie schienen sich ja beruhigt zu haben, also legte ich mich wieder hin.

Noch in der gleichen Sekunde polterte es wieder. Jeany und Lucy hatten ihre Runde doof offenbar doch noch nicht beendet. Dieses Mal schaltete ich das Licht ein. Denn das Licht sorgt in der Regel dafür, dass sie sich hinlegen und schlafen. Was sie dann letztendlich auch taten. „Was für ein Glück“, dachte ich und legte mich bei brennendem Licht wieder hin … … … *ring ring ring*. Der Wecker sagte: „Aufstehen, es ist Zeit, arbeiten zu gehen!“
In diesem Sinne *Streichhölzer in die Augen steck* – ich „liebe“ meine Katzen!

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